Die richtige Pflege von Schlafsofas: so bleiben Ihre Polstermöbel lange ansehnlich

M Eichmann Ratgeber



Sofas befinden sich im ständigen Gebrauch, wodurch schnell Abnutzungserscheinungen wie Flecken, Verfärbungen oder durchgelegene Stellen entstehen. Bei Schlafsofas ist neben der üblichen Pflege darauf zu achten, dass sie durch nächtliches Schwitzen und abgesonderte Körperwärme besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Mit der passenden Behandlung und Reinigung ist es jedoch problemlos möglich, das Schlafsofa auch bei häufiger Benutzung in einem guten Zustand zu erhalten. So bewahren Sie sich Ästhetik und Hygiene des Möbelstücks und machen es lange haltbar.

Regelmäßige Reinigung von Polstermöbeln

Zur Grundpflege von gepolsterten Möbeln zählt es, diese einmal pro Woche mit dem Staubsauger zu behandeln, um sie gründlich von angesammeltem Schmutz zu befreien. Dadurch verhindern Sie, dass sich Sand, Krümel oder feste Staubpartikel in das Material einarbeiten und dieses Beschädigen. Für diese Reinigung nutzen Sie eine kleine Düse oder Polsterbürste, um auch an schwer zugänglichen Stellen für Sauberkeit zu sorgen. Falls Flecken auftreten, ist es wichtig, schnell zu reagieren und diese mit einem feuchten Lappen oder einem Fleckenmittel zu behandeln. Je nachdem, wie hartnäckig diese sind, muss dies eventuell wiederholt werden. In der Regel haben Sie mit dem Kauf Ihres Schlafsofas auch eine Anweisung zur Pflege und Säuberung erhalten. Bewahren Sie diese in jedem Fall immer auf, denn nicht jedes Material verträgt Reinigungsmittel und Pflegeprodukte gleichermaßen gut. Reiben Sie mit einem feuchten Tuch nicht zu fest, um ein Aufrauen des Bezuges zu vermeiden. Damit nach dem Trocknen keine Ränder zurückbleiben, empfiehlt es sich, die gesamte Fläche innerhalb der Nähte zu behandeln.

Besonderheiten von Ledersofas

Je nachdem, woraus Ihre Schlafcouch gefertigt ist, gibt es einiges zu beachten. Kunstledermöbel sind beispielsweise immer mit destilliertem Wasser zu behandeln, um unschöne Kalkränder zu vermeiden, die nach dem Trocknen entstehen könnten. Waschbenzin ist sowohl bei künstlichem als auch bei echtem Leder unbedingt zu vermeiden, da es die Oberfläche schädigt. Bei Glattledermöbeln entfernen Sie den Staub mit einem weichen Tuch, alle drei bis sechs Monate sollten Sie es mit einem nebelfeuchten, d. h. nur ganz leicht angefeuchteten, Tuch behandeln. Das empfindliche Rauleder saugen Sie vorsichtig mit einer weichen Polsterbürste des Staubsaugers ab und rauen es gelegentlich mit einer weichen Bürste auf. Für die Pflege von Ledermöbeln gibt es verschiedene Spezialprodukte, die der Reinigung und dem Erhalt des Materials dienen. Sie finden diese eigens auf die Bedürfnisse von Leder abgestimmten Mittel in jedem Lederhandel.

So reinigen Sie Stoffmöbel richtig

Stoffbezüge sind weniger empfindlich als beispielsweise Wildleder, jedoch ist hier ebenfalls einiges zu beachten, vor allem im Hinblick auf die Erhaltung der Farbe. Testen Sie die Farbechtheit des Materials am besten zunächst an einer unauffälligen Stelle. Auch wenn kein akuter Bedarf vorhanden ist, sollten Sie Stoffbezüge mindestens alle sechs Monate mit einem feuchten Tuch reinigen. Dadurch erhalten Sie die Elastizität. Behandeln Sie es nicht mit einem Dampfreiniger – dies beschädigt die Struktur der Fasern. Ideal ist es, wenn Ihr Sofa einen abnehmbaren Bezug aufweist, der in der Waschmaschine gereinigt werden kann. Diesen ziehen Sie einfach ab und waschen ihn regelmäßig bzw. bei Entstehung von Flecken. Als sinnvoll erweisen kann sich hier ein Ersatzbezug, sodass Sie regelmäßig wechseln können. Rückenpolster und Kissen, die lose aufliegen, sind regelmäßig auszuschütteln und auszuklopfen, um sie von Staub zu entfernen und ihre Form zu bewahren.

Behandlung verschiedener Fleckenarten

Je nachdem, wodurch ein Fleck auf dem Sofa entsteht, sollten Sie unterschiedlich vorgehen. Durch Tee oder Kaffee entstandene Verunreinigungen lassen Sie möglichst nicht eintrocknen. Diese entfernen Sie von Stoffsofas mithilfe von warmem Wasser, dem eine kleine Menge Feinwaschmittel beigemengt ist. Rotweinflecken beseitigen Sie, indem Sie die entsprechende Stelle auf dem Stoff mit Kochsalz bestreuen und dann mit einem feuchten Tuch abtupfen. Die Nachreinigung führen Sie mit lauwarmem Wasser und etwas Feinwaschmittel durch. Kaugummi oder Kerzenwachs kühlen Sie zunächst mit einem Eisbeutel oder einer Kompresse. Beides lässt sich dann recht einfach abbürsten oder abbrechen. Klebstoff lässt sich effizient entfernen, indem Sie ein Wattestäbchen in Waschbenzin tauchen und den Kleber damit vorsichtig aufnehmen. Die vorsichtige Nachbehandlung erfolgt mit Gallseife. Auch Kugelschreiberrückstände oder Filzstift können mit einem in Waschbenzin getauchten Wattestäbchen behandelt werden. Diese Flecken behandeln Sie mit einer Lösung, die zu gleichen Teilen aus Essig und Spiritus besteht, nach. Falls sich Flecken gar nicht beseitigen lassen, kontaktieren Sie eine professionelle Polsterreinigung. Warten Sie nach der Reinigung, bis das Material getrocknet ist, bevor Sie die Couch wieder verwenden.

Welche Materialien für welchen Bedarf

Die Wahl des passenden Materials beim Schlafsofa hängt von den individuellen Anforderungen und Lebensumständen ab. Möbelstücke, die häufig benutzt werden oder in Haushalten stehen, die Tiere oder kleine Kinder beherbergen, sollten aus einem eher widerstandsfähigen Stoff bestehen. Hier bieten sich beispielsweise robuste Synthetikfasern oder Glattleder an. Wer das Sofa oft benutzt, ist überdies mit dunklen Farben gut beraten, denn dadurch fallen Gebrauchsspuren und Flecken weniger auf. Wenn Sie Ihr Schlafsofa regelmäßig selbst benutzen und darauf die Nacht verbringen, achten Sie auf atmungsaktive und leicht zu reinigende Materialien wie Baumwolle. So vermeiden Sie Schweißflecken, die unschöne Salzränder auf dem Stoff erscheinen lassen können. Schimmelbildung und der Entstehung von Stockflecken beugen Sie überdies vor, indem Sie den Liegebereich nach dem Aufstehen für einige Zeit auslüften lassen, bevor Sie diesen wieder in das Sofa zurückbefördern.

Reinigung von Gestell und Holzelementen

Das Gestell eines Sofas ist wesentlich anspruchsloser in der Pflege als die Stoff- oder Lederteile. Dennoch sollte es mit einer gezielten Behandlung versehen werden. Hier reicht es jedoch aus, den Gestellbereich mit einem weichen Lappen oder dem entsprechenden Staubsaugeraufsatz zu säubern. Gleiches gilt für das Lattenrost, sofern Ihr Sofa damit ausgestattet ist. Holzelemente pflegen Sie schonend mit einem Holzpflegemittel wie etwa Öl oder Möbelpolitur. Achten Sie hier darauf, dass dieses nicht mit dem Stoff- oder Lederbezug in Berührung kommt, damit er nicht beschädigt wird.
Mit der richtigen Pflege und einer gründlichen, regelmäßigen Reinigung haben Sie lange Freude an Ihrem Schlafsofa und bewahren sich so auch bei häufigem Gebrauch ein ansprechendes und schönes Möbelstück.